Was kostet ein Hochzeitsfotograf?
In Deutschland liegen die meisten Hochzeitsfotografen zwischen 1.500 und 4.500 Euro für einen ganzen Tag. Die Spanne ist nicht Willkür — sie erklärt sich fast vollständig aus Stundenzahl, Nachbearbeitung und Absicherung.
Wofür Sie eigentlich bezahlen
Der Hochzeitstag ist der sichtbare Teil. Der unsichtbare ist größer: Vorgespräch, Ablaufplanung, Anfahrt, Sichtung von mehreren tausend Aufnahmen, Auswahl, Bearbeitung, Übergabe, Archivierung. Auf zehn Stunden Fotografie kommen erfahrungsgemäß zwanzig bis dreißig Stunden Arbeit danach.
Woraus sich der Preis zusammensetzt
- Dauer: halber Tag, ganzer Tag, oder zusätzlich der Henna-Abend am Vortag.
- Nachbearbeitung: die Zahl der bearbeiteten Bilder und wie weit die Bearbeitung geht.
- Anfahrt und gegebenenfalls Übernachtung — ab etwa zwei Stunden Fahrt ist Letzteres oft günstiger.
- Zweitfotograf, wenn an zwei Orten gleichzeitig etwas passiert.
- Absicherung: Ersatzkameras, doppelte Speicherung, Vertretung im Krankheitsfall.
Woran ein zu billiges Angebot zu erkennen ist
Nicht am Preis allein, sondern an dem, was fehlt: kein schriftlicher Vertrag, keine Aussage zur Ausfallsicherheit, keine zweite Kamera, keine Angabe, wann Sie die Bilder bekommen. Ein Fotograf, der für 400 Euro einen ganzen Tag anbietet, arbeitet nach Abzug von Steuern, Ausrüstung und Nachbearbeitung unter Mindestlohn — das ist selten ein Schnäppchen und meistens ein Risiko.
Was Sie fragen sollten, bevor Sie unterschreiben
- Wie viele bearbeitete Bilder bekomme ich, und bis wann?
- Was passiert, wenn Sie krank werden?
- Sind Anfahrt und Übernachtung im Preis oder kommen sie dazu?
- Wem gehören die Bilder, und was darf ich damit machen?
- Wie lange werden die Daten aufbewahrt?