Was Kleidung mit Hochzeitsfotos macht
Auf einem Bild entscheidet der Stoff mehr als der Schnitt: matt hält seine Form, stark glänzend fängt jede Lichtquelle im Raum ein. Der Rest ist eine Frage der Farbe — und Farbe legt sich auf die Haut, im Wortsinn.
Stoff vor Schnitt
Matte Stoffe — Wolle, Leinen, schwerer Crêpe — behalten auf einem Bild ihre Form; eine Falte liegt dort, wo eine Falte hingehört. Stark glänzende Stoffe spiegeln dagegen alles, was im Raum leuchtet: Fenster, Kronleuchter, die Lichterkette an der Wand. Auf dem Foto sind das helle Flecken, die nicht zum Kleid gehören, und die sich hinterher nur mit Mühe beruhigen lassen.
Muster und Farben
- Feine Streifen und kleine, dichte Muster können auf Bildschirmen flirren; ein ruhiger, einfarbiger Ton bleibt ruhig.
- Das gilt vor allem für die Menschen, die auf jedem Gruppenbild direkt neben dem Paar stehen: Trauzeugen, Eltern, Geschwister.
- Kräftige, satte Farben werfen ihr Licht zurück auf die Haut. Ein leuchtend rotes Sakko neben der Braut färbt ihr Gesicht.
- Gedeckte Töne tun beides nicht, und sie streiten auch nicht mit dem, was ohnehin schon im Bild ist.
Das Praktische, und eine Einschränkung
Schuhe, in denen man gehen kann — die Paarbilder bestehen zu einem guten Teil aus Gehen. Etwas Warmes, das zum Rest passt, denn die Abende sind auch im Sommer kühl. Den Anprobetermin früh genug legen, damit Änderungen vor der Hochzeitswoche fertig sind. Und das alles ist ein Hinweis, keine Regel: Tragen Sie, worin Sie sich wie Sie selbst fühlen — ein Paar, dem unwohl ist, sieht auf Bildern schlechter aus, als es an irgendeinem Stoff liegen könnte.