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Gäste mit Handys: was das mit Ihren Bildern macht

Auf fast jedem Einzugsbild steht heute jemand mit erhobenem Telefon. Die Gäste meinen es gut — sie wollen den Moment behalten. Nur steht das Ergebnis dann in Ihrem Bild statt in ihrem.

Was konkret verloren geht

Der Einzug ist die eine Minute, die sich nicht wiederholt. Ein Arm im Gang, ein leuchtendes Display in der Reihe, jemand, der einen Schritt vortritt — jedes davon steht zwischen Ihnen und der Kamera. Was fehlt, sind nicht Details, sondern die Gesichter der Menschen, die zusehen: die schauen auf Bildschirme statt auf Sie.

Was tatsächlich hilft

  • Ein Satz vor der Zeremonie, gesprochen von der Trauperson, nicht vom Fotografen.
  • Nur die Zeremonie betreffend — danach dürfen alle fotografieren, und das entspannt die Bitte.
  • Ein Schild am Eingang wirkt weniger als ein Satz, den jemand ausspricht.
  • Das Versprechen, dass alle die Bilder bekommen. Damit fällt der eigentliche Grund weg.

Was nicht hilft

Ein streng formulierter Hinweis in der Einladung. Er wird gelesen, wenn niemand daran denkt, und vergessen, wenn es darauf ankommt. Und ein Fotograf, der Gäste zurechtweist, kostet Sie mehr Stimmung, als er an Bildern gewinnt.